What is the relationship between medical biology

The role of the relationship in social medicine ?!

<p class="article-intro">Prolog: Wir begegnen einander mit Wertsch├Ątzung und Toleranz. Wir unterst├╝tzen uns gegenseitig. Wechselseitige Information und Kommunikation sind die Grundlagen unserer Zusammenarbeit. (Leitbild KAV)</p> <hr /> <p class="article-content"><p><img src="/custom/img/files/files_data_Zeitungen_2016_Jatros_Neuro_1604_Weblinks_Seite40.jpg" alt="" width="439" height="290" /></p> <p>Sp&uuml;ren Sie, was dieser Text in Ihnen ausl&ouml;st: Hoffnung, Anregung, Irritation, Skepsis oder ironisches Lachen.<br /> <br /> Und hei&szlig;t jetzt der Titel, dass Beziehungen in der Sozialmedizin eine Aufgabe sind bzw. haben oder dass sie aufgegeben werden?<br /> <br /> &bdquo;Soziale Beziehung soll ein seinem Sinngehalt nach aufeinander gegenseitig eingestelltes und dadurch orientiertes Sichverhalten mehrerer hei&szlig;en. Die soziale Beziehung besteht also durchaus und ganz ausschlie&szlig;lich: in der Chance, dass in einer (sinnhaft) angebbaren Art sozial gehandelt wird, einerlei zun&auml;chst: worauf diese Chance beruht.&ldquo; (Max Weber: Wirtschaft und Gesellschaft; Kapitel 1, &sect; 3, 1921).<br /> <br /> Wie ist das heute in der Sozialmedizin, speziell in der Situation Wiens?<br /> Wer bezieht sich im Sinngehalt seines Verhaltens auf wen? Und wo funktionieren diese Beziehungen nicht mehr oder wo wurden sie aufgek&uuml;ndigt?<br /> <br /> Beginnen wir bei den Patienten: Diese k&ouml;nnen zumeist die Beziehungen zu den Behandlungseinrichtungen kaum von sich aus mitgestalten, weil sie im Wesentlichen darauf angewiesen sind, was ihnen angeboten wird. Nat&uuml;rlich k&ouml;nnte mehr Gesundheitsbewusstsein vonseiten der Patienten das Bed&uuml;rfnis- oder sogar Anspruchsverhalten reduzieren; allerdings steht dem die Inkonsequenz der Politik, z.B. die st&auml;ndige Reduzierung von Turnstunden, der Zeitdruck bei der Tagesbew&auml;ltigung (Sie erinnern sich an die F&uuml;tterungsmaschine in Charlie Chaplins &bdquo;Modern Times&ldquo;), das Herumeiern um eindeutige Rauchregeln etc., entgegen. Das jeweils am Nationalfeiertag zur Schau getragene K&ouml;rper- und Naturbewusstsein reicht da bei Weitem nicht aus. Und wenn die Gemeinde in den Krankenh&auml;usern Zeitmessger&auml;te ausgibt, auf denen die jeweiligen T&auml;tigkeiten dokumentiert werden sollen, aber Zeit f&uuml;r Entspannung oder k&ouml;rperliche Bewegung nicht vorkommt, hat man sich von den Zielen des gesundheitsf&ouml;rdernden Krankenhauses schon weit entfernt.<br /> Wie aber sehen die Beziehungen der beamteten Versorgungseinrichtungen zu den Patienten aus? Das l&auml;sst sich mit zwei Worten beschreiben: sparsam und daher sp&auml;rlich. Durch den &Auml;rztemangel und die Restriktion der zur Verf&uuml;gung stehenden Arbeitsstunden und Einrichtungen findet allein schon aufgrund der Tatsache, dass zur Beziehungsgestaltung kein verl&auml;ssliches Gegen&uuml;ber da ist, der Aufbau von sicherer Kommunikation, vertrauensvollem Gespr&auml;ch und informierter Zusammenarbeit kaum mehr statt.<br /> Auch die Beziehung der beamteten Versorgungseinrichtungen zu den Kooperationspartnern ist keine gleichrangig re&shy;spektvolle, obwohl sich das der KAV selbst so vorgibt (Leitbild: Wir verstehen uns als Teil des Gesundheitssystems und f&ouml;rdern die Kooperation mit unseren externen Partnern). Zwei Beispiele:<br /> a) KAV &ndash; Justiz: &bdquo;Die Betreuung von psychisch kranken H&auml;ftlingen ist Sache der Justiz und nicht unser Problem.&ldquo; (O-Ton Stadtratb&uuml;ro) Au&szlig;erdem wird &uuml;bersehen, dass Menschen nicht in Module aufteilbar sind. Das h&auml;tte man schon aus der Fl&uuml;chtlingsfrage lernen k&ouml;nnen (die Aufnahme von Fl&uuml;chtlingen ist das Problem von Griechenland und der T&uuml;rkei, nicht unseres &ndash; eine Erfolgsstory?). Nat&uuml;rlich werden akut erkrankte H&auml;ftlinge, die in der Justiz&shy;anstalt nicht ausreichend behandelt werden k&ouml;nnen, in die n&auml;chste &ouml;ffentliche Krankenanstalt gebracht (&sect; 71 Abs. 2 StVG).<br /> b) KAV &ndash; niedergelassene &Auml;rzteschaft: Der KAV schlie&szlig;t Ambulanzen bzw. schr&auml;nkt deren Betrieb ein, ohne sicherzustellen, dass es auf der Seite der niedergelassenen &Auml;rzteschaft gen&uuml;gend Kapazit&auml;ten und ausreichende Finanzierung gibt.<br /> <br /> Und dann gibt es noch die Beziehung zu den Mitarbeitern. So sehr diese &ndash; vor allem auch die F&uuml;hrungskr&auml;fte &ndash; in den 1980er- und 1990er-Jahren noch im partizipativen F&uuml;hrungsstil geschult wurden und dieser auch zum Gutteil gelebt wurde, so sehr ist er in den letzten Jahren abhandengekommen. Der Respekt vor Mitarbeitern und das Eingehen auf deren Kompetenzen und Engagement sind nicht nur verloren, sondern definitiv abgeschafft. Beispiele gibt es viele, herausgehoben werden drei:<br /> <br /> a) Am Suchtzentrum des OWS wurde den Mitarbeitern im April mitgeteilt, dass die Suchtstation (eine kurzfristige Entw&ouml;hnungseinrichtung, die ohnehin schon einen Kompromiss zwischen den Sparanspr&uuml;chen der Gemeinde Wien mit der Vorstellung, dass fast alles ambulant und damit billiger behandelt werden k&ouml;nne, und den Bed&uuml;rfnissen eines bestimmten Teils der Patientenschaft darstellte) im Dezember geschlossen werde und man sich darauf vorbereiten solle. Diskussion oder gar Widerspruch wurde nicht geduldet. Im Mai erfolgte die lapidare Mitteilung, dass die Schlie&szlig;ung Anfang Juni erfolgen werde &ndash; was auch geschah. Das gewachsene Team mit spezifischen therapeutischen Kompetenzen wurde zerschlagen, Personen mit viel Erfahrung in der Langzeittherapie wurden auf Akutstationen versetzt, mit allen Folgen der Demotivierung. Wer will schon ideenreiche und erfahrene Mitarbeiter, wenn es um die Durchsetzung eigener Strategien geht.<br /> <br /> b) Bei der Planung des Projekts Alkohol 2020 wurden wesentliche Ressourcen wie die Erfahrung von in diesem Feld t&auml;tigen Abteilungsleitern nicht genutzt, sondern diese bewusst ausgeschlossen. Das eingeforderte Gespr&auml;ch wurde vonseiten der Leitung verweigert.<br /> <br /> c) Psychiatrie ist nach wie vor ein Mangelfach. Viel zu wenige junge Kollegen sind bereit, sich unter den herrschenden Arbeitsbedingungen in &Ouml;sterreich und speziell auch in Wien ausbilden zu lassen, sie ziehen Stellen in der Schweiz und Deutschland vor; nicht nur wegen der besseren Bezahlung, sondern wegen der gr&ouml;&szlig;eren Wertsch&auml;tzung, die ihnen dort durch das Angebot von Fortbildungstagen und interessanten Aufgaben entgegengebracht wird.<br /> <br /> Epilog: Der R&uuml;ckzug aller an der Behandlung von Menschen beteiligten Institutionen und Akteure auf ihre Kernaufgaben f&uuml;hrt dazu, dass die Distanzen zwischen den Behandlungs- und Betreuungsangeboten immer gr&ouml;&szlig;er werden. Dies hat wiederum zur Folge, dass die Behandlungsbed&uuml;rftigen immer mehr Zeit und Strecken zwischen diesen &bdquo;Kernen&ldquo;, sprich &bdquo;Kompetenzzentren&ldquo;, zur&uuml;cklegen. Die Wahrscheinlichkeit, auf dieser Strecke zu bleiben, weil niemand mehr da ist, der sie auf diesen Wegen begleitet, steigt exponentiell.<br /> <br /> Der Arzt Arthur Schnitzler k&ouml;nnte auch dieses System mit seiner Aussage gemeint haben: &bdquo;In einer kranken Beziehung haben wir wie in einem kranken Organismus auch das scheinbar Nichtigste als Symptom der Krankheit zu deuten.&ldquo; Die Ans&auml;tze zur Heilung k&ouml;nnen nur im wechselseitigen respektvollen Austausch liegen.</p></p>